Knie Arthroskopie

Eine minimal-invasive Möglichkeit, kleinere Knorpel-Defekte sowie Meniskus-Schäden und Kreuzband-Risse zu behandeln

Kleine Schnitte, große Wirkung

Arthroskopische Behandlung am Kniegelenk

Die Kniegelenkspiegelung oder Kniearthroskopie ist ein minimalinvasives Verfahren zur chirurgischen Behandlung von Meniskus- und Kreuzbandverletzungen. Über kleine Hautschnitte werden dabei Instrumente in das Kniegelenk eingeführt. Risse der Menisken oder der Kreuzbänder können damit schonend behandelt werden. Bei Infektionen oder Entzündungen kann das Kniegelenk gereinigt und mit Antibiotika gespült werden.

Mit der Kniegelenkspiegelung, medizinisch Kniearthroskopie genannt, werden Erkrankungen und Verletzungen im Kniegelenk diagnostiziert und behandelt. Am häufigsten kommt dieses minimalinvasive Verfahren bei Meniskusverletzungen und Kreuzbandverletzungen zum Einsatz. Aber auch bei Entzündungen oder Infektionen des Knies wird die Kniearthroskopie diagnostisch und therapeutisch eingesetzt.

Welche Verletzungen und Defekte können behandelt werden?

Meniskus-Riss

Ein verletzter Meniskus wird entweder genäht oder teilweise entfernt. Bei sehr ausgedehnten Verletzungen des Meniskus kann auch eine Totalentfernung notwendig werden. In diesem Fall wird ein Meniskusersatz eingesetzt. Abgebrochene Knorpel- oder Knochenteile können ebenfalls arthroskopisch entfernt werden.

Kreuzbandriss

Verletzte Kreuzbänder können mit der Kniearthroskopie ebenfalls genäht oder ersetzt werden. Ein verletztes, vorderes Kreuzband wird in der Regel mit einer körpereigenen Sehne ersetzt. Als Ersatz eigenen sich Teile der Patellarsehne oder der Quadrizepssehne. Manchmal muss für den Bandersatz eine Sehne aus dem anderen Knie mittels Arthroskopie entnommen werden.

Erkrankungen der Gelenkinnenhaut (Synovia)

Eine chronische Entzündung der Gelenkkapsel, respektive der Gelenkschleimhaut macht manchmal die Entfernung der entzündeten Gelenkschleimhaut notwendig. Dieser Eingriff wird Synovektomie genannt und kann ebenfalls während einer Kniegelenkspiegelung durchgeführt werden.

Knorpelschäden

Mit den neueren Methoden der Knorpeltherapie ist man in der Lage, Knorpelschäden am Kniegelenk mittels einer Arthroskopie zu behandeln. Neben den klassischen Verfahren wie die sogenannten Mikrofrakturierung, bei der der Knochen im Bereich des Knorpeldefektes “angepickelt” wird, so dass sich ein Narbenknorpel bildet, gibt es viele moderne Methoden. Eine bereits seit Jahren in unserem Zentrum durchgeführte Methodik ist die Knorpelzelltransplantation, bei der vorher entnommenes Knorpelgewebe angezüchtet wird und in einer zweiten Operation in den Defekt zurückgegeben werden kann. Daneben gibt es noch die sogenannten AMIC (Autologe Matrix-Induzierte Chondrogenese), bei der nach den Mikrofrakturierung der Defekt mit unterschiedlichen Knorpel-stimulierenden Substanzen gedeckt wird.

Meniskus Einrisse sind Knieverletzungen, die häufig beim Sport auftreten. Sie treten aber auch bei Gelenkverschleiß auf. In Abhängigkeit der Rissgröße und Lokalisation können diese genäht oder teilreseziert werden. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, einen Meniskus mit einem Spender-Meniskus zu ersetzten.

Die Kreuzbänder (vorderes und hinteres Kreuzband) gehören zu den wichtigsten Stabilisatoren des Kniegelenkes. Ein Kreuzbandriss ist eine sehr häufige Sportverletzung und betrifft meist das vordere Kreuzband. Ein Riss tritt meistens durch übermäßige Krafteinwirkungen auf das Kniegelenk auf. Es gibt verschiedenen Techniken, das Kreuzband zu ersetzen, die eine Rückkehr zur sportlichen Aktivität ermöglichen.

Liegt eine Knorpelschaden im Hüftgelenk vor, gibt es verschiedene Verfahren, diesen wieder aufzubauen. Diese Verfahren funktionieren jedoch nur, wenn noch ein Gelenkspalt auf dem Röntgenbild zu erkennen und die Arthrose nicht zu weit fortgeschritten ist.

Die autologe Chondrozyten-Transplantation (ACT) ist ein Verfahren, bei dem man beim Patienten Knorpelzellen aus dem betroffenen Gelenk entnimmt und diese dann über eine Firma anzüchten lässt. Dieses ermöglicht dann, einen Knorpeldefekt mit den körpereigenen Knorpel aufzubauen. Dieses Verfahren kann in den meisten Fällen arthroskopisch, also minimal-invasiv über eine Schlüssellochtechnik durchgeführt werden. Für diese Technik der Knorpeltherapie sind zwei Eingriffe notwendig, da beim ersten die Knorpelzellen für die Züchtung entnommen werden und bei der zweiten wieder eingesetzt werden.

Mit der autologe matrixinduzierte Chondrogenesen (AMIC) kann man arthroskopisch einen Knorpeldefekt mit einer speziellen Kollagen-Matrix decken, der dann zu einem Aufbau und Versiegelung des vorherigen Defekte führt. Für diese Technik ist im Vergleich zur ACT nur eine Operation notwendig.

Neben den bereits genannten Erkrankungen gibt es noch eine Vielzahl von Pathologien, die man ebenfalls arthroskopisch behandeln kann.

  • freie Gelenkkörper (können Blockierungen und Knorpelschäden verursachen)
  • Chronische und aktive Erkrankungen der Gelenkinnenhaut (Synovitis, z.B. bei Reizungen, Rheuma)
  • gutartige Wucherungen (Chondromatosen, PVNS u.a.)

Behandlung Meniskus

Knorpelschaden

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